Fragen zur Regio-Bahn Aargau Ost

  • Ja, sowohl geologisch als auch vom Platz her ist dies möglich. Der Sonmatt-Tunnel ist zudem seit 2012 im Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) der Stadt Baden behördenverbindlich eingetragen. Die geologischen Verhältnisse sind durch einen früheren Sondierungsstollen gut bekannt. Die einzige Herausforderung ist eine etwa 60 Meter lange Strecke durch eine alte Limmatrinne (Belvedere-Rinne), für sich mit der Aareschlucht vergleichen lässt. Dafür stehen heute passende Baumethoden zur Verfügung.

    Der Sonnmatt-Tunnel ist zudem seit 2012 im Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) der Stadt Baden behördenverbindlich eingetragen.

  • Ja. Der Tunnel vom Bahnhof Baden zur Sonnmatt im Meierhof-Quartier aktiviert ein derzeit ungenutztes Gleis, das parallel zu überlasteten Strassen verläuft. Die Kosten des 830 Meter langen Sonnmatt-Tunnels sind moderat im Vergleich zum Mehrwert für die Bevölkerung und Wirtschaft im Ostaargau.

  • Ja, dies ist Verhandlungssache zwischen Region, Kanton und Bund. Es ist entscheidend, jetzt mit einem Richtplaneintrag die Weichen für die langfristige Trassee-Verfügbarkeit zu stellen. Die Planung der Bahninfrastruktur erfolgt bottom-up, indem die Kantone Anträge an den Bund stellen.

  • Nein. Das GVK enthält ausser dem Ausbau der Busverbindungen keine Massnahmen, welche die Verkehrsdrehscheibe Baden-Bahnhof und Mellingen Heitersberg rasch und komfortabel verbinden. Unterwegs profitieren würden von der Verbindung das Wohn- und Gewerbebetriebe Dättwil inkl. Kantonsspital sowie Fislisbach und weiteren Gemeiden am Rohrdorferberg. Die Idee Regio-Bahn Aargau Ost im Dezember 2024 ins Mitwirkungsverfahren zum Sachplan Verkehr Teil Schieneninfrastruktur (SIS) auf Bundesebene eingebracht.

  • Ja. Während frühere Projekte eine reine Reaktivierung der alten Strecke vorsahen (Mellingen Bahnhof bis Wettingen Bahnhof), integriert das Konzept RBAO den gesamten Ostaargau und schliesst wichtige Verbindungen nach Lenzburg–Zofingen, Koblenz–Waldshut und ins Zürcher Unterland ein. Die SBB plant weiterhin, die Nationalbahnstrecke als Ausweichroute zu nutzen, was mit der RBAO problemlos kombinierbar ist.

  • Die Nationalbahnstrecke liegt unweit vom Dorfzentrum Fislisbach entfernt. Eine Haltestelle Rütihof auf der Höhe Hölzliächer-Mitliszelg wäre auch von Baden-Rütihof leicht erreichbar. Dies würde den öffentlichen Verkehr stärken, den Strassenverkehr entlasten und sollte in ein übergeordnetes Verkehrskonzept eingebunden werden.

  • Nein. Der Rupperswiler Tunnel (Zürich-Altstetten–Aarau) ist ein sehr (!) langfristiges Projekt zur Entlastung der Heitersbergstrecke. Die Nationalbahnlinie bietet hingegen eine in absehbarer Zeit wirksame, regionale Lösung, um bestehende Schienenkapazitäten optimal zu nutzen und Verkehrsströme effizient zu verteilen.

  • Beide Gruppen sind unabhängig, verfolgen aber ein ähnliches Ziel: die Entlastung der stark beanspruchten Strassen durch einen umfassenden ÖV-Ausbau auf bestehenden Schienen. Der RBAO fokussiert auf eine starke Schienenverbindung, die den gesamten Verkehrsdruck entschärft, um den Ostaargau noch nachhaltiger und wirtschaftlich zu entwickeln.